Patienten unseres Uroonkologischen Zentrums haben die Möglichkeit unter Berücksichtigung der entsprechenden Studienkriterien an folgenden Studien teilzunehmen. Sollten Sie sich für eine dieser Studien interessieren, können Sie gern einen Termin in unserer Tumorsprechstunde vereinbaren.
Burgdorf Study
Diese Studie der Deutschen Sporthochschule Köln soll die Wirksamkeit von Bewegungstherapie auf die Reduktion von therapiebedingten Nebenwirkungen einer Hormontherapie bei Prostatakrebspatienten untersucht werden. Je nach Untersuchungsarm wird das Training unter medizinischer Überwachung ein- bis zweimal pro Woche für jeweils 45-60 Minuten über den Zeitraum eines Jahres durchgeführt. Trainingsort und namensgebend für die Studie ist Burgdorf. Diese Studie recrutiert nicht mehr.
Studienleitung:
PD Dr. Freerk T. Baumann, Deutsche Sporthochschule Köln
Ansprechpartner:
Burgdorf-Study-Team
Tel. (05132) 503 607
E-Mail: burgdorfstudy(@)gmail.com
Anja Großek
Tel. (0221) 4982 5450
E-Mail: a.grossek(@)dshs-koeln.de
HEMI-Studie
Namensgebend für diese Studie ist die sogenannte Hemiablation der Prostata durch hochintensiven fokussierten Ultraschall (HIFU) zur Behandlung des Prostatakrebses bei Patienten, welche sich auch für eine Active Surveillance eignen würden. Ziel der Studie ist es, zu untersuchen, wieviele Patienten nach Ablauf eines Jahres eine definitive Therapie (z.B. radikale Prostatektomie, Bestrahlung, Hormontherapie) begonnen haben.
Pro Focus Studie
Diese Studie befasst sich mit der Machbarkeit der fokalen Behandlung eines lokalisierten Prostatakrebses durch hochintensiven fokussierten Ultraschall (HIFU). Ziel ist die durch Biopsie bewiesene Tumorfreiheit der behandelten Areale nach 6 Monaten via MRT-gesteuerter Biopsie oder einer MRT-Sono-Fusionsbiopsie. Weiterhin soll das Nebenwirkungsspektrum der Behandlung erfasst werden.
HIFU-Anwendungsbeobachtung
Nationale Anwendungsbeobachtung im Rahmen einer internetbasierten Datenbank jeder HIFU-Therapie in Deutschland.
EvEnt-PCA
Die häufigste Krebserkrankung von Männern in Deutschland ist der Prostatakrebs. Jeder vierte Krebspatient ist von dieser Erkrankung betroffen. Durch immer effizientere Früherkennungsmethoden steigt die Zahl der Neudiagnosen. Eine der größten Herausforderungen beim Prostatakrebs ist eine individuell angepasste Therapieentscheidung: Soll operiert, bestrahlt oder einfach abgewartet werden? Das Abwarten hat sich bewährt, um bei wenig aggressiven Erkrankungsformen ein Übermaß an Therapie zu vermeiden. Doch dieses Vorgehen wählen zurzeit noch zu wenige Patienten. Informations- und Entscheidungshilfen können ihr Wissen um die Erkrankung verbessern und so die Zahl unnötiger Behandlungen senken.
Die Entscheidungshilfe des Projekts EvEnt-PCA (Evaluation einer patientenorientierten Online-Entscheidungshilfe bei nicht metastasiertem Prostatakarzinom) ist ein onlinebasiertes und personalisiertes Informationsangebot für Patienten mit nicht metastasiertem Prostatakarzinom. Es soll den Betroffenen helfen, bei der Wahl der Behandlung die für sie bestmögliche Entscheidung zu treffen.
Die Rekrutierung ist abgeschlossen, es können keine Patienten mehr in die Studie eingebracht werden. Die Studie ist aktuell in der Publikation.
Prostate Cancer Outcomes – Compare & Reduce Variation in DKG-zertifizierten Prostatakrebszentren
Primärziel der Studie ist der Vergleich der Ergebnisqualität (patientenberichtet und klinisch) in den teilnehmenden, nach den Anforderungen der Deutschen Krebsgesellschaft zertifizierten Prostatakrebszentren untereinander und - im zweiten Schritt - mit internationalen Vergleichszentren. Sekundäres Ziel der Studie ist die Prüfung der gewählten (und in dieser Form neuen) Methode auf potenzielle Fallstricke bei Patienteneinschluss und Repräsentativität, bei der Anwenderfreundlichkeit des Befragungstools sowie beim Datenlinkage (formative Methodenevaluation).
Nieren Tumor Studie Klinikum Region Hannover
Mit rund 15.000 Neuerkrankungen in Deutschland im Jahr 2016 1 handelt es sich beim Nierenzellkarzinom oder Nierenkrebs um eine relativ häufige Erkrankung. Die Prognose des Nierenzellkarzinoms hängt in erster Linie vom Tumorstadium ab.
Um eine Heilung zu erzielen soll laut aktuellen nationalen und internationalen Leitlinien eine chirurgische Entfernung des lokal begrenzten Nierenzelltumors erfolgen. Auch im metastasierten Stadium kann eine Entfernung des Primärtumors in einzelnen Fällen zu einer Prognoseverbesserung beitragen. Bei der operativen Therapie kommen je nach Konstellation der individuellen Krankheitskriterien wie Tumorlokalisation und -größe, Vorerkrankungen und Voroperationen sowie je nach Expertise der behandelnden Institution offen chirurgische, konventionell laparoskopische und robotisch gestützte laparoskopsiche Operationsverfahren zum Einsatz, dabei wird wenn möglich ein organerhaltendes Vorgehen angestrebt.
Die urologischen Abteilungen des KRH Klinikum Region Hannover verfügen über eine hohe Expertise in der Nierentumorchirurgie. Hierbei erfolgt die Versorgung der Patienten stets durch ein interdisziplinäres Team von Experten.
Ziel dieser prospektiven, multizentrischen Registerstudie ist es, alle primär in den urologischen Abteilungen des KRH Klinikum Region Hannover an einem Nierenzellkarzinom operierten Patienten in Bezug auf festgelegte Daten in der Zeit um die Operation zu untersuchen. Es sollen Patienten-individuelle Einflussfaktoren, tumorspezifischen Faktoren (nach Erhalt des feingeweblichen Untersuchungsbefundes), Laborparameter sowie das angewandte OP-Verfahren mit Faktoren während der Operation und Daten zu der Zeit im stationären Aufenthalt miteinander in Zusammenhang gebracht werden.
Die in dieser Studie erhobenen Daten können maßgeblich zu einer Verbesserung der operativen Versorgung der Patienten mit Nierenzellkarzinom beitragen. Neben einem Beitrag zum internationalen Pool an Daten zur Chirurgie bei Nierenzellkarzinom erlaubt die Analyse der zentrumsspezifischen Daten eine Optimierung der Behandlungsplanung in den urologischen Abteilungen des KRH.
Zystektomie Register Studie Klinikum Region Hannover
Jährlich erkranken ca. 28.000 Menschen in Deutschland neu an einem Harnblasentumor, in den häufigsten Fällen ein s.g. Urothelkarzinom. Zudem ist in absehbarer Zeit, aufgrund der demographischen Entwicklung mit deutlicher Zunahme der älteren Bevölkerung, mit einer deutlichen Zunahme der Neuerkrankungen zu rechnen. Ein erheblicher Anteil der Patienten leiden zum Zeitpunkt der Erstdiagnose bereits an einem die Muskulatur der Harnblase betreffenden Blasenkarzinom. Bei einem muskelinvasiven Blasenkrebs handelt es sich um eine schwerwiegende Erkrankung. Nach der S3-Leitlinien des Harnblasenkarzinoms stellt die radikale Zystektomie eine wesentliche Therapieoption in diesem Tumorstadium dar.
Die urologischen Abteilungen des Klinikum Region Hannover verfügen über eine hohe Expertise in diesem OP-Verfahren. Hierbei erfolgt die Versorgung der Patienten stets durch ein interdisziplinäres Team von Experten.
Das Ziel dieser prospektiven, multizentrischen Registerstudie ist es, die Daten aus der Zeit um die Operation der Patienten zu untersuchen, die sich in den urologischen Kliniken des KRH, aufgrund eines Urothelkarzinoms, einer Zystektomie unterziehen mussten.
Die in dieser Studie erhobenen Daten können maßgeblich zu einer Verbesserung der operativen Versorgung der Patienten mit Harnblasenentfernung aufgrund eines Urothelkarzinoms beitragen. Neben einem Beitrag zum internationalen Pool an Daten zur Zystektomie bei Urothellkarzinom erlaubt die Analyse der zentrumsspezifischen Daten eine Optimierung der Behandlungsplanung in den urologischen Abteilungen des KRH Klinikum Region Hannover.